hallo zusammen,

wir, max und tim, wollten schon lange einmal eine rucksackreise durch indien und nepal unternehmen.
wenn nicht jetzt, wann dann?
dieser blog ist für alle daheimgebliebenen familien und freunde.
hier wollen wir euch regelmäßig, soweit dies möglich ist, an unseren erlebnissen teilhaben lassen.

viel spaß beim ansehen!

max & tim

Sonntag, 11. November 2012

Trekking Tag 1 - Besi Sahar 820m nach Ngadi Basahr 890m (14km)



Unser erster trekking-tag faengt ironischerweise mit einem bus an. Aehnlich wie unsere anderen bisherigen buserlebnisse, war auch diese wieder wunderbar. Dismal hatte sogar max keinen platz in der buechse, wie’s tim gegangen ist, kann man sich vielleicht vorstellen. Was man noch sagen sollte, was wir auch in aelteren beitraegen vergessen haben, ist, dass jede busfahrt mit klassischer hindu-nepali-gekreische-musik in deutlicher lautstaerke untermalt wurde. Die busfahrt war gegen mittag dann vorbei und wir waren in besi sahar.
In besi sahar haben wir uns brav mit unserer permit und dem nach mir benannten pass registriert (was ganz wichtig ist, da man so die spur der trekker nachverfolgen kann, falls diese irgendwie abhanden kommen) und sind dann einfach mal losgegangen, was erstmal komisch war, aber man gewoehnte sich schnell dran.

Nach rund 2 stunden gemaechlichem marschieren entlang der leider schon weit ausgearbeiteten schotterpiste, kamen wir nach khudi. Bis dahin gings schon mal ganz gut, auch wenn man den rucksack schon merkte…den merkte man sogar schon nach 5min!! aber dennoch gings weiter. Nach einer weiteren stunde gings dann nach bhulbhule, wo wir erstmal eine teepause einlegten, eine von unzaehligen, die noch folgen sollten.

die landschaft war bis dahin schon ganz schoen, wenn die idylle auch von der schotterstrasse mit den jeeps und bussen gestoert wurde. das problem war am naechsten tag aber schon verschwunden und die landschaft wurde wirklich umwerfend!!

Wir haetten in diesem kleinen dorf auch uebernachten koennen, aber wir entschieden uns bis zum naechsten blechhuettendorf zu gehen, da wir gut in der zeit waren und auch darueber hinaus schneller waren, als es in der karte eingezeichnet war, die man uns tags zuvor ausgehaendigt hatte. Diese tatsache liess uns natuerlich direkt glauben, dass die zeiten ja auch fuer rentner stimmen muessen und wir diese natuerlich locker unerbieten wuerden (wir bitten alle renter, welche diesen blog hier verfolgen, diese aussage nicht  zu persoenlich zu nehmen. Da waren wir noch unwissend).
Also super in der zeit, gestaerkt vom tee gings weiter nach Ngadi Basahr. Am “ortseingang” empfing uns schon ein muetterchen und bot un seine unterkunft. Wir haben zugesagt und hatten unsere erste etappe hinter uns.
Die unterkunft war mehr als bescheiden, aber es gab ein bett, einen moskitoscreen und sogar ein eigenens klo mit dusche (nur fuers protokoll: klo heist hier loch im boden, dusche heisst napf mit kaltem wasser. der erste teil war fuer den rest des treks standard, die dusche hingegen hat sich ein bis zwei mal in eine echte dusche verwandelt)
Nachdem wir mit ein paar deutschen hippis, die wir dort trafen, zusammen abendgegessen haben und wir die zahleichen ketten, armbaender und das hinter den huetten angebaute haschisch abgelehnt haben, welches uns das muetterchen verkaufen wollte, gings in den schlafsack.
Kurz danach kam muetterchen natuerlich noch mal rein und bat uns sehr akribisch, unsere wertsachen unters kopfkissen zu stopfen und die tuere gut zu schliessen, da (zitat) “sometimes nepali people are good, sometimes nepali people are not so good”
Diese aussage liess uns natuelich wunderbar schlafen, wie man sich vorstellen kann…

Noch ein paar seiten gelesen (vielen dank an philipp lohmann fuer die metallica biografie, die hat mich den ganzen trek begleitet, wobei ich nicht ganz der meinung des autors bin, der geht echt zu hart mit der band um!!! naja, auf jeden fall danke!:) ) und dann wurde geschlafen, zumindest so gut es ging….

Weiter gehts mit tag 2 und der erkenntnis, dass die zeiten der besagten karten, doch nicht fuer renter sein koennen….



Pokhara

Namaste!! an alle die sich 2 wochen gewundert haben, warum hier nichts mehr passiert ist im blog.
da wir ja 2 wochen das annapurna massiv umrundet haben und es dort kein internet gab und auch recht selten handynetz, muessen wir jetzt wohl alles nacharbeiten.also erstmal 2 wochen zurueck und alles von anfang an....

pokhara!
zweit groesste stadt nepals, super blick auf die berge, grosser see, bananenbaeume, tropisches klima, souveniers, nur 800 meter ueber NN.
max's erkaeltung und halsschmerzen sind leider schlimmer geworden, weshalb die tage in pokhara erstmal als ruhezeit eingeplant wurden. heisst viel bett fuer max! dennoch sind wir am ersten tag natuerlich wie alle anderen toursiten auch mit dem paddelboot auf den see (tim ist gepaddelt, max hat sich gesonnt, weil muss gesund werden). man kann vom see aus wirklich sehr gut die 7000er und 8000er betrachten. war schon eindrucksvoll, aber wir sollten ja noch naeher heran kommen.


wenn wir nicht gepaddelt sind, dann sassen wir meistens auf der dachterrasse und haben uns lemmon with honey tea, kanne fuer kanne zu gute gefuehrt...max muss ja gesund werden!!
am letzten tag in pokhara mussten wir noch versuchen unsere trekking permit und unseren TIMs pass (hat nichts mit mir zu tun, heisst nur so) zu ergattern, was bei den organisations-bombem hier in nepal gar nicht so einfach ist. aber als wir beides hatten und das busticket nach besi sahar, konnte es endlich am naechsten tag losgehen...

berge wir kommen...wohl bemerkt mit zarten 16kg aufm ruecken, ohne fuehrer, ohne traeger!


Samstag, 27. Oktober 2012

lumbini nach pokhara

da sind wir wieder,

160 km bis pokhara... das sitzt man doch auf einer arschbacke ab, kein thema!
so haben wir vor dem 8 stunden trip noch gedacht...

morgens um 6 uhr kurz eine stadt weiter um von dort den EXPRESSbus zu nehmen...obligatorisch die 45 min verspaetung am busbahnhof gewartet und dann kam unser prachtstueck...ein kleiner, klappernder, bunter LOCALbus fuer ca. 25 leute mit anschliessend 36 leuten drinne. um die groesse des busses euch naeher zu bringen...der abstand zwischen den sitzen war die laenge von max oberschenkel und eine sitzreihe fuer ihn allein waere fast passend gewesen...aber tim wollte auch mit und vor allem auch sitzen...der rest ist kopfkino, aber eins sei gesagt, so nah waren wir uns noch nie!
dann gings los
20 min durch die stadt...natuerlich an jeder milchkanne gehalten...dann ab in die berge und fortan nur noch serpentinen, schotter und abgruende.
die knie wurden blau, da alles nur aus holz oder metall bestand, die maedels hiter uns habe sich im 10 minuten takt uebergeben, mal aus dem fenster, mal in eine viel zu kleine tuete. die vorbeifahrenden busse zeigte uns, dass wohl andere passagiere aehnliche probleme hatten. ma sah es an den aussenseiten unter den fenstern ganz deutlich.
es stiegen immer mal wieder leute ein und wieder aus, schlafen war nicht, weil man sich festhalten musste und es in der von uns eingenommenen sitzposition auch einfach nicht moeglich war...
alle 2 stunden hielt der fahrer zum rauchen und pinkeln und einmal gabs sogar 20 min pause um nahrung zu suchen.
die landschaft hingegen war wirklich spektakulaer, vor allem als endlich die ersten 7 und 8 tausender auftauchten.
entlang der strecke wuchsen die bananenbaeume und die affen spielten herum.
diese idylle wich wohl dann immer ganz schnell aus den fokus wenn unser fahrer wieder zum ueberholmanoever ansetzte...ein paar schrecksekunden spaeter war dann aber auch wieder alles in butter...ausser hinter uns wurde wieder mal gereiert...
als der bus immer voller wurde und alles so richtig anfing zu schmerzen, sahen wir das schild pokhara!!!!

dann gings ganz schnell...RAUS aus dem bus, taxi, hostel, toller bergblick aus dem fenster, futter, bett...

weiter gehts im naechsten post mit pokhara...

max und tim

von varaasi nach lumbini, nepal

hallo, mal wieder nach langer zeit.
nachdem wir zwei tage in varaasi verbracht haben und der gestank und der dreck uns zu sehr auf den keks gegagen sind, ganz zu schweigen von den leichenverbrennungen jeden tag,  haben wir uns einen privaten fahrer gemietet und sind geradewegs richtung nepalesische grenze durchgestartet.
die fahrt ging 7 stunden und hatte mal wieder ordentliche schlagloecher, die der karre so ziemlich den rest gaben. wenn man ueberlegt, dass der fahrer direkt nachdem er uns rausgeschmisse hat auch postwendend wieder zurueckgefahren ist...respekt!!! ausser der strassenschaeden und der tatsache, dass unser fahrer alle 20 min die tuer oeffnen musste um mal wieder zu spucken, war die fahrt ziemlich ereigislos, sowie auch der grenzuebergang. visum hatten wir schon und bis auf die typischen nervigen verkaeufer, taxifahrer und geldwechsler lief alles nach plan. also noch mal schnell ins taxi uns ab zum geburtsort von datt buddha, lumbini.
angekommen, hotel gebucht, dal bhat gefuttert und dann bett...ahja aber erst muecken toeten, denn die gibts da zu genuege.
am naechsten morgen haben wir uns dann raeder geliehen und sind zur genauen stelle von buddhas geburt gefahren...nicht sonderlich spektakulaer, aber wir waren da ...semikolon runde klammer zu...find die passenden tasten nicht, die tastatur ist ramm durcheinander.
also foto gemacht, abgehakt und erstmal nen chai...

unsere raeder waren so im eimer, dass uns nach 30 min fahren schon alles geschmerzt hat und wir gefuehlt von der huefte an abwaerts nix mehr gespuert haben, aber denoch gings erstmal weiter land angucken.
wir hatte mittlerweile ganz vergessen, dass von dem immer noch andauernden hindufest, heute der wichtigste tag war und als wir nichts ahnend wie 2 missionare an einem bauernhof vorbeikamen, begruesste uns der tobende mob...vor allem mit ganz viel farbe in form von pigmenten....

wir, die taschen, hose, tshirt, haare, einfach alles war danach entweder rot, oder gelb!!! einfach alles!
are you happy...wurden wir immer dabei von den hindus gefragt...ob wirs waren, bleibt mal dahingestellt!
also wieder auf die raeder und zurueck zum hostel...aber diesmal wurden wir definitiv noch mehr angeglotzt als sonst...

nach langem duschen und wasche haben wir dann nur noch unseren bus nach pokhara gebucht und das wars auch eigentlich aus lumbini.

weiter gehts mit der entspannenden tupperfahrt nach pokhara beim naechsten mal...

max und tim


Montag, 22. Oktober 2012

varanasi

hallo,
zweiter tag varanasi...
gestern abend sind wir noch ein wenig durch das naechtliche varanasi gegangen.
beim abendessen auf der dachterasse, wo nur 20 meter von uns entfernt die leichen der hindus verbrannt werden....
hoert sich schon etwas komisch an, wenn man das schreibt..., hat uns unser hostelvater diese ganze prozedur des verbrennenens erklaert. warum, weshalb und wieviel es kostet. das verbrennen am ufer des ganges ist fuer die hindus sowas wie der direkte weg in den himmel.
heute morgen sind wir um 5 aufgestanden und sind mit einem paddelboot auf den ganges raus gefahren und haben uns varanasi bei sonnenaufgang vom wasser aus angesehen. sehr cool. am ufer haben die hindus ihre rituale vollzogen, sich gewaschen etc. wir haben viele tolle bilder gemacht!
Nach dem fruehstueck auf der dachterasse, haben wir auf eigene faust die ghats erkundet und sind durch die altstadt gezogen. an zwei der ghats werden rund um die uhr leichen verbrannt. vor unserer haustuer 50 stueck am tag... die asche wird anschliessend in den ganges geworfen.
haben uns einen kleinen kanister mit gangeswasser gefuellt, den wir mit nach hause bringen. :)

morgen frueh geht es mit einem privaten fahrer, um den wir lange gefeilscht haben, zur grenze nach nepal gebracht. die strecke ist 320 km lang und dauert 7 stunden.



von der grenze aus wollen wir mit den oeffentlichen verkehrsmittel nach lubini, dem geburtsort von buddha. von dort nach pokara.
wir haben unsere route in sofert geaendert, dass wir erst nach pokara fahren, dann den treck machen und anschliessend nach kathmandu fahren.
von dort ueberlegen wir einen flug nach delhi zu nehme. die rueckreise mit dem auto wuerde mehr als 4 tage dauern...
wir melden uns sobald wir koennen!

bis dahin

max & tim

Sonntag, 21. Oktober 2012

von delhi nach varanasi

um 22:20 fuhr unser zug von der station new delhi.
wir waren etwas frueher am bahnhof und konnten dort noch in einem wartesaal sitzen.
als wir uns dann erkundigen wollten wann und auf welchem gelis der zug einfaehrt sagte man uns erst auf gleis 12, dann 10 und anschliessen haben wir selber herausgefunden dass es gleis 9 war, natuerlich das vollste gleis... wir haben uns dann durch tausenden von kleinen indern gedrueckt an die stelle wo uns waggon halten sollte. dort stand dann auch eine 100 meter lande schlange von leute die keine reservierugn hatten. die meute wurde von der polizei mit schlagstoecken in schach gehalten.als der zug einfuhr wurd es wirklich hektisch. jeder der leute aus der schlange ca. 1000, wollte einen platz in den ersten beiden waggons fuer sich ergattern. massenpanik ein geschrei und gedraenge und die polizei verteilte schallernde ohrfeigen...
unser problem war dann, dass der zug verkehrt erum in den bahnhof eingefahren ist und wir an das entgegengesetzte ende mussten. dass heisst mit sack und pack durch die meute und gefuehlte 1000 meter in die andere richtung. der zug war so lang!!!!wirklich ;). dann haben wir unseren reservierten waggon gesichtet und geentert aber viel leerer war der auch nicht. zumindest hatten wir unsere plaetze und konnte die nacht schlafen. in unserer direkten nachbarschaft hatten wir einen inder, der in dubai arbeitet, sehr nett. er erklaerte uns nochmal, dass hier dieses religioese fest ist ud deshalb alles aus dem ruder laeuft. selbst haben wir das erst gemerkt, als unser zug nach 3 stunden verspaetung immer noch nicht da war wo wir aussteigen sollten.
nachdem wir uns gegenseitig nur schwer von dem gedanken abhalten konnten, dass kleine kind, welches die ganze nacht geschrien hat, zu erwuergen oder zumindest seinen vater fuer seine untaetigkeit, anstelle dessen zu bestrafen, erreichten wir endlich varanasi...
naechser punkt auf der tagesordnung war das alltaegliche feilschen mit dem tuktuk / rikshaw-fahrer, der uns zum hotel bringen sollte.
nachdem wir den preis gut gedrueckt hatten, das heisst: fahrer pampig, max und tim happy ging es nach varanasi rein.

erstes hostel falsch...
yweites hostel richtig, aber mist....
drittes hostel, vom schwager des onkels des bruders des besitzers vom zweiten hostel, gut...
einziges manko.... 10 meter weiter ist direkt das ufer des ganges wo die leichen verbrannt werden...

mehr gibts noch nicht aus varanasi, unser chai ist leer, wir melden uns morgen wieder.

bis dahin!

max & tim

von jaipur nach delhi

hallo,
nachdem und jaipur wirklich gut gefallen hat sind wir gestern morgen zurueck nach delhi gefahren.
die strecke war ziemlich anstrengend weil sie sehr schlecht ausgebaut war. aber unser fahrer kam gut damit klar. wir haben mehrere kleine pausen bei kleinen strassenstaenden gemacht und uns auch dort durchprobiert.
abends in delhi sind wir dann noch ueber einen kleinen basar gegangen und anschiessend wieder zu den oertlichen garkuechen auf der strasse. haben uns von unserem fahrer dort durchfuehren lassen und alles von beef ueber chicken bis curry verkostet. wir sind damit eine absolute attraktion bei den einheimishen, weil touristen sonst nicht so aufgeschlossen gegenueber dem essen sind. aber ohne unseren fahrer haetten wir die laeden auch gar nicht gefunden und erfahren wie gut und scharf man dort essen kann.